Ein gutes Spendenformular macht den Weg von der Spendenabsicht bis zum erfolgreichen Abschluss möglichst einfach. Es funktioniert auf dem Smartphone, fragt nur notwendige Informationen ab, bietet passende Zahlungsmethoden und vermittelt während des gesamten Prozesses Sicherheit.
Denn selbst eine überzeugende Kampagne kann an Wirkung verlieren, wenn das Spendenformular unübersichtlich, zu lang oder schwer bedienbar ist. Umgekehrt lassen sich viele unnötige Hürden bereits durch eine klare Struktur, verständliche Sprache und eine gute Nutzerführung vermeiden.
In diesem Beitrag erfährst du, welche sieben Faktoren für ein nutzerfreundliches Spendenformular besonders wichtig sind und wie du deinen bestehenden Spendenprozess Schritt für Schritt überprüfen kannst.
Das Spendenformular ist der Moment, in dem aus Interesse eine konkrete Handlung wird. Bis hierhin haben Unterstützer:innen möglicherweise bereits einen Newsletter gelesen, einen Social-Media-Beitrag gesehen oder sich auf einer Kampagnenseite über deine Arbeit informiert. Nun möchten sie spenden.
Der Übergang sollte deshalb möglichst reibungslos funktionieren. Unklare Felder, eine ungewohnte Zahlungsmethode oder eine schlechte mobile Darstellung können den Prozess unnötig erschweren. Ein übersichtliches Formular gibt dagegen Orientierung und hilft Unterstützer:innen, ihre Spende ohne Umwege abzuschließen.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Funktionen in einem Formular unterzubringen. Entscheidend ist, dass alle Elemente einem klaren Zweck dienen und zum Nutzungskontext deiner Zielgruppe passen.
Viele Spendenaufrufe werden unterwegs geöffnet: über einen Newsletter, einen Social-Media-Beitrag oder einen QR-Code auf einem Plakat. Das Spendenformular sollte deshalb auf kleinen Bildschirmen ebenso einfach nutzbar sein wie auf einem Desktop-Computer.
Achte darauf, dass Texte ohne Zoomen lesbar sind, Schaltflächen ausreichend groß dargestellt werden und alle Felder vollständig auf den Bildschirm passen. Unterstützer:innen sollten nicht horizontal scrollen oder nach dem nächsten Schritt suchen müssen.
Auch die Menge an Inhalt spielt eine Rolle. Lange Erklärungen, große Bilder oder zusätzliche Navigationselemente können vom eigentlichen Ziel ablenken. Auf mobilen Geräten sollte der Weg von der Betragsauswahl bis zum Abschluss besonders klar und kompakt bleiben.
Prüfe dein Formular auf einem echten Smartphone:
Jedes zusätzliche Pflichtfeld verlängert den Spendenprozess. Überlege deshalb bei jeder abgefragten Information, ob du sie für die Verarbeitung der Spende tatsächlich benötigst.
Ein klar aufgebautes Formular folgt einer nachvollziehbaren Reihenfolge. Unterstützer:innen wählen zunächst den Spendenbetrag und die gewünschte Spendenart, anschließend die Zahlungsmethode und geben danach die erforderlichen persönlichen Daten ein. Am Ende sollte eindeutig erkennbar sein, wie die Spende abgeschlossen wird.
Kurze Feldbezeichnungen und verständliche Hinweise helfen dabei, Unsicherheiten zu vermeiden. Pflichtfelder sollten klar gekennzeichnet sein. Falls bestimmte Angaben nur für einzelne Zahlungsmethoden, Länder oder Prozesse erforderlich sind, sollten sie erst dann erscheinen, wenn sie tatsächlich relevant werden.
Auch Fehlermeldungen gehören zu einer guten Formularstruktur. Statt lediglich auf eine ungültige Eingabe hinzuweisen, sollten sie erklären, was korrigiert werden muss.
Eine klare Formularstruktur zeichnet sich durch folgende Punkte aus:
Vordefinierte Beträge erleichtern die Entscheidung, weil Unterstützer:innen nicht bei null beginnen müssen. Gleichzeitig sollte ein freies Betragsfeld erhalten bleiben, damit jede Person die passende Spendenhöhe selbst wählen kann.
Welche Beträge sinnvoll sind, hängt von deiner Organisation, deiner Kampagne und deiner Zielgruppe ab. Übernimm deshalb keine Betragsstufen ungeprüft aus anderen Formularen. Nutze stattdessen deine eigenen Spendendaten und Kampagnenerfahrungen als Ausgangspunkt.
Beträge werden besonders verständlich, wenn sie mit einer konkreten Wirkung verbunden sind. Solche Beispiele sollten jedoch nur verwendet werden, wenn der Zusammenhang sachlich korrekt und nachvollziehbar ist. Vermeide vereinfachte Aussagen, wenn die tatsächliche Verwendung der Spende komplexer ist.
Ein übersichtliches Spendenformular kann beispielsweise folgende Auswahl bieten:
Die Auswahl sollte übersichtlich bleiben und auf allen Geräten gleichermaßen gut funktionieren.
Unterstützer:innen erwarten, ihre bevorzugte Zahlungsmethode nutzen zu können. Welche Zahlungsarten relevant sind, unterscheidet sich jedoch je nach Land, Zielgruppe und Nutzungssituation.
Neben Kreditkarten, Lastschrift und PayPal können beispielsweise Apple Pay, Google Pay oder lokal verbreitete Zahlungsmethoden eine Rolle spielen. Statt möglichst viele Optionen anzubieten, solltest du dich auf Zahlungsmethoden konzentrieren, die für deine Unterstützer:innen tatsächlich relevant sind.
Analysiere dafür deine bisherigen Transaktionen und prüfe regelmäßig, welche Zahlungsmethoden genutzt werden. Berücksichtige auch den Kontext der Kampagne. Eine Spende, die spontan über ein Smartphone ausgelöst wird, stellt andere Anforderungen an den Bezahlprozess als eine geplante Spende am Desktop.
Wichtig ist außerdem, dass Unterstützer:innen die Zahlungsmethoden schnell erkennen und verstehen. Bekannte Bezeichnungen und ein konsistentes Design schaffen Orientierung.
Achte bei der Auswahl insbesondere auf folgende Fragen:
Fundraising-Studien von RaiseNow
Wiederkehrende Spenden können Organisationen dabei helfen, langfristiger zu planen. Die Auswahl zwischen einer einmaligen und einer regelmäßigen Spende sollte deshalb sichtbar, verständlich und eindeutig sein.
Verwende Begriffe, die Unterstützer:innen unmittelbar verstehen, beispielsweise „Einmalig“ und „Monatlich“. Technische oder interne Bezeichnungen gehören nicht in das Formular.
Eine kurze Erklärung kann zusätzlich verdeutlichen, warum regelmäßige Unterstützung hilfreich ist. Sie sollte jedoch konkret auf die Arbeit deiner Organisation eingehen und keine Wirkung versprechen, die sich nicht eindeutig belegen lässt.
Achte außerdem darauf, dass der ausgewählte Rhythmus während des gesamten Prozesses sichtbar bleibt. Vor dem Abschluss sollte klar erkennbar sein, welcher Betrag in welchem Intervall eingezogen wird.
Für eine verständliche Darstellung solltest du:
Bei einer Online-Spende geben Menschen persönliche Daten und Zahlungsinformationen ein. Das Formular sollte deshalb professionell wirken und transparent erklären, was mit diesen Angaben geschieht.
Ein konsistentes Erscheinungsbild hilft Unterstützer:innen zu erkennen, dass sie sich weiterhin im Spendenprozess deiner Organisation befinden. Verwende dein Logo, deine Markenfarben und eine Sprache, die zu deiner übrigen Kommunikation passt.
Ebenso wichtig sind gut auffindbare Datenschutzinformationen und ein nachvollziehbarer Zahlungsprozess. Unterstützer:innen sollten wissen, welche Daten benötigt werden und was nach dem Absenden des Formulars passiert.
Vermeide uneinheitliche Designs, überraschende Weiterleitungen oder unklare Hinweise. Auch wenn ein Zahlungsprozess technisch sicher ist, muss er aus Sicht der Nutzer:innen verständlich und vertrauenswürdig erscheinen.
Vertrauen entsteht unter anderem durch:
Eine gute Nutzerführung endet nicht beim Spendenbutton. Sie umfasst den gesamten Prozess: von der ersten Überschrift über die Dateneingabe bis zur Bestätigungsseite.
Bereits die Einleitung des Formulars sollte knapp erklären, wofür die Spende bestimmt ist. Der Call-to-Action muss eindeutig benennen, was beim Anklicken geschieht. Formulierungen wie „Jetzt spenden“ oder „Spende abschließen“ sind verständlicher als ein allgemeines „Absenden“.
Nach der Spende sollte eine Bestätigung erscheinen, die den erfolgreichen Abschluss klar kommuniziert. Bedanke dich bei der spendenden Person und erläutere, welche Informationen sie anschließend erhält, beispielsweise eine Bestätigung per E-Mail.
Die Bestätigungsseite kann außerdem einen passenden nächsten Schritt anbieten. Das kann ein weiterführender Beitrag, die Anmeldung zu einem Newsletter oder die Möglichkeit sein, die Kampagne zu teilen. Der Dank und die Bestätigung der Spende sollten jedoch immer im Mittelpunkt stehen.
Zu einer guten Nutzerführung gehören:
Überprüfe dein bestehendes Formular aus Sicht einer Person, die deine Organisation noch nicht gut kennt:
Teste den Prozess nicht nur intern. Bitte Personen, die das Formular noch nicht kennen, eine Testspende durchzuführen und ihre Beobachtungen zu teilen. So werden Hürden sichtbar, die dem eigenen Team möglicherweise nicht mehr auffallen.
Ein Spendenformular sollte nicht einmal erstellt und anschließend unverändert gelassen werden. Kampagnen, Zielgruppen und Nutzungsgewohnheiten entwickeln sich weiter. Prüfe deshalb regelmäßig, wie Unterstützer:innen das Formular verwenden und an welchen Stellen Schwierigkeiten auftreten.
Beginne mit grundlegenden Fragen: Funktioniert der Prozess technisch zuverlässig? Ist das Formular auf mobilen Geräten gut bedienbar? Werden die angebotenen Zahlungsmethoden genutzt? Gibt es wiederkehrende Rückfragen oder Fehlermeldungen?
Nimm anschließend gezielte Änderungen vor und dokumentiere, was angepasst wurde. So kannst du besser nachvollziehen, welche Optimierungen den Prozess tatsächlich verbessern. Verändere möglichst nicht alle Elemente gleichzeitig, wenn du die Wirkung einzelner Anpassungen beurteilen möchtest.
Ein sinnvoller Optimierungsprozess kann so aussehen:
Ein erfolgreiches Spendenformular ist vor allem klar, einfach und vertrauenswürdig. Es passt sich an mobile Geräte an, beschränkt sich auf notwendige Angaben und bietet Zahlungsmethoden, die zur Zielgruppe passen. Gleichzeitig erklärt es verständlich, ob eine Spende einmalig oder wiederkehrend erfolgt, und führt Unterstützer:innen sicher bis zum Abschluss.
Betrachte das Formular deshalb nicht als rein technischen Bestandteil deiner Website. Es ist ein zentraler Teil der Spendenerfahrung und sollte dieselbe Aufmerksamkeit erhalten wie die Kampagne, die Menschen dorthin führt.
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Ein gutes Spendenformular ist auf allen Geräten einfach nutzbar, übersichtlich aufgebaut und auf die wichtigsten Informationen beschränkt. Es bietet passende Zahlungsmethoden, erklärt die verfügbaren Spendenarten verständlich und führt Unterstützer:innen eindeutig durch den gesamten Prozess.
Welche Angaben erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Zahlungsprozess, dem Land und den internen Anforderungen der Organisation ab. Grundsätzlich sollten nur Informationen abgefragt werden, die für die Verarbeitung der Spende oder für rechtlich notwendige Prozesse benötigt werden.
Die Auswahl sollte sich an der Zielgruppe, dem Land und dem Nutzungskontext orientieren. Analysiere, welche Zahlungsmethoden deine Unterstützer:innen bereits verwenden, und überprüfe regelmäßig, ob die angebotenen Optionen weiterhin relevant sind.
Das hängt von der Kampagne und der Gestaltung des Formulars ab. Entscheidend ist, dass Unterstützer:innen jederzeit klar erkennen, ob sie einmalig oder wiederkehrend spenden. Die Auswahl darf nicht irreführend sein und muss vor dem Abschluss eindeutig dargestellt werden.
Es gibt keine universell passende Anzahl. Die Auswahl sollte genügend Orientierung bieten, ohne unübersichtlich zu werden. Nutze deine eigenen Spendendaten und Kampagnenerfahrungen, um geeignete Beträge zu bestimmen, und biete zusätzlich ein freies Betragsfeld an.
Teste den gesamten Prozess regelmäßig auf verschiedenen Geräten und beziehe Personen ein, die das Formular noch nicht kennen. Überprüfe insbesondere die mobile Bedienbarkeit, die Anzahl der Pflichtfelder, die Verständlichkeit der Texte, die Zahlungsmethoden und die Bestätigung nach dem Abschluss.