Der Dezember ist ein wichtiger Spendenmonat, aber nicht für jede Organisation der stärkste. Laut der Digitalen Fundraising Studie 2026 entfielen 2025 insgesamt 12 % des jährlichen digitalen Spendenvolumens auf den Dezember. Bei Charities lag der Dezemberanteil bei rund 18 %. Religiöse Organisationen erreichten ihren Höchstwert dagegen im März, rund um den Ramadan. Die Daten zeigen: Wer saisonales Fundraising plant, sollte neben dem Jahresende auch den eigenen Zweck, die eigene Community und wiederkehrende Anlässe wie der Giving Tuesday betrachten.
Die Studie wertet reale digitale Transaktionen aus. Pro Jahr sind im Durchschnitt mehr als 10.000 Organisationen und Vereine enthalten; der überwiegende Teil der Daten stammt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die folgenden Zahlen beschreiben Anteile am digitalen Spendenvolumen, nicht den Anteil aller Spender:innen oder die Zahl der Spenden.
Das Jahresende bleibt ein verlässlicher Schwerpunkt im digitalen Fundraising. Gleichzeitig fiel die Entwicklung zum Jahresende 2025 über alle Organisationsgrössen hinweg schwächer aus als 2023 und 2024. Ein starker Spendenmonat entsteht also nicht allein dadurch, dass Dezember im Kalender steht.
Auch aussergewöhnliche Ereignisse verändern den Jahresverlauf. Im Februar 2023 zeigt die Studie einen deutlichen Ausschlag im Zusammenhang mit dem Erdbeben in Syrien und der Türkei. Solche Spitzen verdeutlichen, wie schnell digitale Kanäle Unterstützung mobilisieren können. Für die Planung einer wiederkehrenden Kampagne eignen sie sich allerdings nur eingeschränkt: Ein Krisenereignis lässt sich weder vorhersagen noch wiederholen.
Für deine Jahresplanung lohnt sich deshalb ein Blick auf mehrere Jahre. Welche Monate sind regelmässig stark? Welche Spitzen hängen mit einer konkreten Kampagne zusammen? Und wo erklärt ein aussergewöhnliches Ereignis das Ergebnis? Erst mit dieser Unterscheidung wird aus einem Monatsvergleich eine hilfreiche Grundlage für Entscheidungen.
Die Fundraising Studie 2026 unterscheidet unter anderem Charities, religiöse und politische Organisationen sowie Vereine. Ihre digitalen Transaktionen folgen unterschiedlichen Mustern.
| Organisationstyp | Auffälliges Muster im Jahr 2025 |
|---|---|
| Charities | Stärkster Monat im Dezember |
| Religiöse Organisationen | Stärkster Monat im März, rund um den Ramadan |
| Vereine | Stärkere Monate unter anderem im Juni und August |
| Politische Organisationen | Mehrere stärkere Monate statt eines eindeutigen Jahresendhöhepunkts |
Für Charities war der Dezember 2025 mit 18,23 % des digitalen Jahresvolumens der stärkste Monat. Bereits im November kamen weitere 11,15 % hinzu. Eine Jahresendkampagne kann für diesen Organisationstyp deshalb einen erheblichen Teil des Jahresvolumens betreffen.
Daraus folgt keine allgemeingültige Startwoche für jede Kampagne. Entscheidend ist, dass du rechtzeitig einen klaren Spendenanlass, eine verständliche Bitte und die passenden Kommunikationswege vorbereitest. Nach dem Kampagnenende kannst du auswerten, welche Botschaften und Kanäle tatsächlich zu Spenden geführt haben.
Religiöse Organisationen erzielten 2025 im März 17,99 % ihres digitalen Jahresvolumens. Die Studie ordnet diesen Höhepunkt dem Ramadan zu. Der Dezember erreichte in dieser Gruppe 11,96 % und war damit ebenfalls relevant, aber nicht der stärkste Monat.
Für die Kampagnenplanung zählt hier der Anlass mehr als ein festes Monatsfeld: Der Ramadan verschiebt sich im gregorianischen Kalender von Jahr zu Jahr. Wer ihn für die eigene Community berücksichtigt, sollte den jeweiligen Zeitraum früh prüfen und Botschaft, Vorbereitung und Betreuung darauf abstimmen.
Bei Vereinen lagen die Monatsanteile 2025 im Juni bei 10,62 % und im August bei 11,10 %. Der Dezember erreichte dagegen 6,19 %. Die Studie beschreibt eine stärkere Aktivität von Vereinen in den Sommermonaten und nennt Events als mögliche Erklärung.
Wichtig für die Einordnung: Die Auswertung der Vereine umfasst digitale Transaktionen, zu denen neben Spenden auch Mitgliedsbeiträge oder Zahlungen für Veranstaltungen gehören können. Die höheren Sommerwerte sind deshalb kein Beleg dafür, dass Vereine im Sommer grundsätzlich mehr Spenden erhalten. Sie zeigen aber, warum ein Verein seinen Kalender mit Veranstaltungen und eigenen Zahlungsdaten abgleichen sollte.
Der beste Kampagnenzeitpunkt ist der, an dem Anlass, Zielgruppe und Spendenmöglichkeit zusammenpassen. Die Studienwerte helfen, mögliche Zeitfenster zu erkennen. Ob diese auch für deine Organisation gelten, zeigen deine eigenen Daten.
Ein einfacher Einstieg ist ein Monatsvergleich der letzten Jahre: Halte digitales Spendenvolumen und Anzahl der Spenden fest und markiere daneben Kampagnen, Veranstaltungen sowie aussergewöhnliche Ereignisse. Bei Vereinen solltest du Spenden möglichst getrennt von Mitgliedsbeiträgen und Eventzahlungen betrachten. So erkennst du, ob ein hoher Monatswert auf viele einzelne Spenden, größere Beträge oder andere Zahlungen zurückgeht.
Plane anschliessend für jeden wichtigen Anlass die Kommunikation vor, während und nach der Aktion. Eine Charity kann etwa ihre Jahresendkampagne vorbereiten und Unterstützer:innen danach über die Wirkung ihrer Spende informieren. Ein Verein kann rund um eine wiederkehrende Veranstaltung erklären, wofür zusätzliche Unterstützung gebraucht wird. Das sind mögliche Ansätze für die Planung, keine Erfolgsversprechen aus der Studie.
Noch mehr Kontext zu Spendenbeträgen, Zahlungsmethoden und Gerätenutzung findest du in der vollständigen Fundraising Studie 2026. Wenn du Entwicklungen über längere Zeit vergleichen möchtest, findest du auf der Seite alle RaiseNow Fundraising Studien.
Saisonales Fundraising richtet Spendenaktionen auf Zeiträume und Anlässe aus, die für eine Organisation und ihre Unterstützer:innen relevant sind. Dazu können das Jahresende, religiöse Anlässe oder wiederkehrende Veranstaltungen gehören. Welcher Zeitpunkt geeignet ist, lässt sich am besten anhand der eigenen Daten und Zielgruppe beurteilen.
In der Gesamtauswertung der Fundraising Studie 2026 entfielen 2025 12 % des jährlichen digitalen Spendenvolumens auf den Dezember. Wie wichtig der Monat für eine einzelne Organisation ist, variiert jedoch: Bei Charities betrug der Dezemberanteil 18,23 %, bei religiösen Organisationen 11,96 % und bei Vereinen 6,19 %.
Das hängt vom Organisationstyp und vom Anlass ab. Religiöse Organisationen erreichten 2025 rund um den Ramadan im März ihren höchsten Monatsanteil am digitalen Jahresvolumen: 17,99 %. Bei Vereinen zeigen sich stärkere Sommermonate; ihre Daten können allerdings auch Mitgliedsbeiträge und Eventzahlungen enthalten.
Die Studie zeigt Muster innerhalb der untersuchten Organisationstypen, aber keinen garantierten Spitzenmonat für eine einzelne Organisation. Vergleiche die Studienwerte mit deinen eigenen Monatsdaten und prüfe, welche Kampagnen oder Ereignisse auffällige Ergebnisse erklären. Berücksichtige dabei, dass vergangene Krisenspitzen keine planbaren Termine sind.
Organisationen sprechen Menschen zu unterschiedlichen Anlässen an und verarbeiten teils unterschiedliche Arten von Zahlungen. In der Studie zeigt sich das besonders deutlich beim Vergleich von Charities, religiösen Organisationen und Vereinen. Die Daten machen diese Unterschiede sichtbar; sie beweisen für sich genommen nicht, welcher einzelne Faktor eine Monatsspitze verursacht hat.
Die Digitale Fundraising Studie 2026 analysiert reale digitale Transaktionen aus den Jahren 2023 bis 2025. Pro Jahr sind im Durchschnitt mehr als 10.000 RaiseNow nutzende Organisationen und Vereine mit mindestens 75 registrierten Transaktionen enthalten. Wiederkehrende Zahlungen werden einzeln gezählt; der überwiegende Teil der Daten deckt die DACH-Region ab.