Fundraising

Wirklich? Online vs. Offline?

RaiseNow By RaiseNow Feb 10, 2016

Vergangenes Jahr entschieden meine Frau und ich einer Organisation eine für uns relativ grosse Spende von 500,- Euro zukommen zu lassen. Ich avisierte den Betrag via Spendenformular auf deren Webseite und gab als Zahlungsmöglichkeit Kreditkarte oder Einzug vom Konto an – daran kann ich mich nicht mehr erinnern, spielt aber in diesem Zusammenhang keine wichtige Rolle. Denn was dann folgte – eher: nicht folgte – gibt mir Anlass, darüber nachzudenken, was da falsch läuft oder lief…

Nach dem “Spende absenden” Button bekam ich natürlich postwendend eine E-Mail, die mir – zwar ohne Betragsnennung aber immerhin – dankte. Und dann? Kam nix. Nix. Und wieder: Nix.

Die Organisation hatte entschieden, dass eine automatisch generierte, umgehend versendete Dank-E-Mail ausreicht, um jemandem für eine Spende von 500,- Euro zu danken. Ok, vielleicht kam das starke Weihnachtsgeschäft dazwischen?!? Oder hatte ich auch zu hohe Erwartungen? Aber hey, ich denke dass ich auf so eine Spende doch wohl erwarten darf, dass mir dafür nochmal persönlich gedankt wird, gerne ja via E-Mail, dürfte aber auch ein Brief sein – so, wie ich viele Spendenbriefe dieser Organisation erhalte.

Irgendwann begann ich nachzufragen und mir wurde mitgeteilt, dass mit Online-Spendern via online und mit Offline-Spendern via offline kommuniziert werden würde. Bähm. Ende aus die Maus mit übergreifender Kommunikationsstrategie und so weiter. Da wird unterschieden zwischen offline und online. Und das ist sowas von 2010 – würde wohl jetzt unser Jens Chorus aus Berlin rufen. Mir wurde versichert, es würde daran gearbeitet…

Ich mache unter diese Geschichte jetzt einen Strich, warte nicht mehr auf irgendein Danke sondern hoffe, dass sich Verantwortliche auch aus anderen Organisationen, die sich in dieser Geschichte wiederfinden, sie zum Anlass zu nehmen um darüber nachzudenken und hoffentlich auch Dinge schnell zu ändern und anzupassen.

Nur mal spontan – und laut – nachgedacht, was denn möglich wäre:

  • KEINE Unterscheidung über welchen Kanal gespendet wird. Der Spender soll im Mittelpunkt stehen, nicht das eingesetzte Fundraising-Instrument!
  • Für Automatisierungs-Fans: umgehend eine Bestätigungs-Mail versenden lassen (wie im obigen Fall geschehen) und 1-2 Tage später eine weitere Dank-E-Mail. Alleine das macht es schon wieder etwas aussergewöhnlicher, individueller.
  • Wenn ein Online-Spender auch Spendenbriefe bekommt, sollte er/sie unbedingt auch einen Dank-Brief (offline!) bekommen für eine grosse Spende.

Und jetzt du!

 


 

Fotocredits: “online” von marfis75 auf flickr – Lizenz (CC BY-SA 2.0)

Diese Artikel könnten dich ebenfalls interessieren:

Fundraising

Die 5 wichtigsten Fundraising Trends für 2021

Die Anforderungen am Markt entwickeln sich stetig weiter - vor allem die ...

Produkt

Wie du TWINT beim Verein einfach und schnell nutzen kannst

Am 19. Mai haben wir gemeinsam mit TWINT und ClubDesk das Live-Webinar ...

Fundraising

Rapid Response Masterclass: Ein Tag, der sich auszahlt

  Fundraising, das auf Aktualität, kürzlich stattgefunden oder ...